Rundgang

Erdgeschoss

Wer heute das herrschaftliche Gebäude betritt, wird zunächst von der aufwändigen Innenausstattung des Erdgeschosses, das allein der Repräsentation diente, beeindruckt: Spiegeltüren, Seidentapeten, Intarsienparkett, Marmorkamine, vergoldeter Stuck und Wandpaneele mit geschnitzten Ornamenten vermitteln eine Vorstellung großbürgerlicher Wohnkultur.
Halle, Speisesaal, Wintergarten, Musik-, Gesellschafts- sowie Damen- und Herrenzimmer erstrahlen seit ihrer Restaurierung wieder im alten Glanz. Allein schon wegen dieses edlen historischen Ambientes ist das Haus einen Besuch wert.


Der heutige Haupteingang
Hier finden im Übrigen nicht nur Ausstellungen statt. Vielmehr gehört es zur Philosophie des Hauses, diesen exklusiven Rahmen auch für Empfänge,Trauungen und andere private Anlässe zur Verfügung zu stellen. Wer will, kann hier seine Familienfeier, seinen Geburtstag, sein Jubiläum zu einem unvergesslichen Ereignis steigern. Hier im historisch geprägten Erdgeschoss hat auch die Kommunale Galerie mit ihrer Malerei des 19. Jahrhunderts auf Dauer ihren historischen und zugleich logischen Ort gefunden. Im sogenannten Roten Salon, also dort wo Maria Zanders einst speiste, haben die Porträts der einst im Ortsteil Bensberg lebenden Malerin Katharina Fischbach (1804-1872) und von Egidius Mengelberg (1770-1849) ihren Platz gefunden, gewissermaßen als imaginäre Gäste der Hausherrin.

Installation von Karin Hochstatter im Rahmen der Reihe „Salonstücke” im Grünen Salon, 1998/99
Im angrenzenden Musikzimmer rekonstruieren die Landschaften

von Johann Wilhelm Schirmer (1807-1863) und seinen Schülern Carl Ludwig Fahrbach (1835-1902) und Johann Wilhelm Lindlar (1816-1896), der aus Bergisch Gladbach stammt, gewissermaßen den Maria Zanders umgebenden Bilderkosmos. Sie war eine leidenschaftliche Verehrerin von Schirmer, den sie übrigens unter der Anleitung von Fahrbach fleißig kopierte.

Das angrenzende Gesellschaftszimmer nimmt weitere Bilder von Vertretern der Düsseldorfer Schule auf, insbesondere Werke von Andreas Achenbach (1815-1910) und Caspar Scheuren (1810-1887).

Es schließen sich das Damen- und das Herrenzimmer an. Hier werden wechselnde Werke aus der Stiftung Lindgens gezeigt.

Hinweis für Behinderte

Das Haus ist behindertengerecht eingerichtet und über eine Rampe auch für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich. Die einzelnen Geschosse sind durch einen Aufzug bequem zu erreichen.

1. Obergeschoss

Die einladende breite Treppe, die schon bei vielen Film- und Fernsehaufnahmen als Hintergrund gedient hat, führt in die zentrale Halle des ersten Obergeschosses. Säulen, Pilaster, kräftige Stuckprofile sowie zwei Gipsabgüsse nach lebensgroßen antiken Statuen zeichnen diesen in Formen der Neorenaissance gehaltenen Raum besonders aus, während die angrenzenden ehemaligen Wohnräume der Maria Zanders ihre ursprüngliche Innenausstattung bis auf Reste des Deckenstucks verloren haben.


Hier befand sich einst auch die Hauskapelle. Heute dienen diese weitgehend neutralen Räume zur Präsentation von Wechselausstellungen und werden wegen ihrer großzügigen Dimensionierung, ihren abwechslungsreichen Lichtverhältnissen und ihres unterschiedlichen Zuschnitts von Künstlern und Besuchern sehr geschätzt.


Die Halle im 1. Obergeschoss

Die Atmosphäre privaten, wenn auch großbürgerlichen Wohnens wird als angenehme Voraussetzung einer intimen und zugleich intensiven Begegnung mit Kunst erlebt und teilt sich jedem noch mit. Auf dieser Gebäudeebene wird zumeist die Sammlung Papier als künstlerisches Medium in wechselnden Auswahlen gezeigt.

Hinweis für Behinderte

Das Haus ist behindertengerecht eingerichtet und über eine Rampe
auch für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich. Die einzelnen Geschosse
sind durch einen Aufzug bequem zu erreichen.

2. Obergeschoss

Das zweite Obergeschoss ist durch eine moderne Treppenanlage bequem erreichbar. Die Räume sind hier etwas niedriger und wie in den anderen Geschossen um eine zentrale Halle gruppiert. Diese Ebene wird bevorzugt für Wechselausstellungen genutzt. Zugleich ist die Artothek in drei Räumen untergebracht, die ihre eigenen Ausstellungen zumeist hier präsentiert.