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Michael Wittassek, Mélanographie ("Die Kunst, Schwarz zu formen", Raoul Hausmann), 2016, Rauminstallation (Detail), sw-Fotografie, Gips, Lack
SCHWARZ ARBEIT – Die Magie des Dunklen

Schwarzarbeit - Die Magie des Dunklen

28.08. – 18.12.2016

Barbara Dörffler – Fotografie

Lucas Fastabend – Fotografie, Projektion

Frank Gerritz – Skulptur/Zeichnung

Sebastian Jochum – Installation, Zeichnung, Fotografie

Alice Musiol – Installation

Nadine Poulain – Film, Fotografie

Nisrek Varhonja – Zeichnung

Michael Wittassek – Fotografie, Installation


Schwarz (von althochdeutsch swartz ‚schmutzfarbig‘, ursprünglich ‚im Dunklen liegend‘) wird oft mit negativen Assoziationen und Gefühlen in Verbindung gebracht. Andererseits verfügt kaum eine andere Farbe als Schwarz über ein vergleichbar reiches Spektrum und eine solche Intensität und Symbolkraft.

Die Ausstellung SCHWARZARBEIT zeigt, dass viele Künstler in Fotografie und Video, in Skulptur, Zeichnung oder Installation sich auf die Farbe Schwarz konzentrieren. Sie werden angetrieben von Fragestellungen nach der Zuverlässigkeit unserer Wahrnehmung, nach unseren Möglichkeiten, Schwärze und Dunkelheit zu sehen, nach der Weite des Kosmos´ und der Suche nach Wahrheit. Diese Themenbereiche sind nicht denkbar ohne die permanente Auseinandersetzung mit dem Licht. Schwarz ist eine Herausforderung an unsere Wahrnehmung. Das Nichtsichtbare, Objekte, die keine Lichtstrahlen mehr reflektieren, werden durch die Farbbezeichnung Schwarz in den Bereich des Sichtbaren überführt. Ja, wir sehen Schwarz! Im Schwarz liegt dieses Paradox, welches das Nichtsichtbare im Sichtbaren einschließt und uns damit in Bereiche des Unbekannten und nicht Abgesicherten führt…

Gerade die Fotografie lebt von der Interaktion zwischen der Materialität des schwarzen Pigments und der Körperlosigkeit der Lichtstrahlen. In den Schwarzweißfotografien von Barbara Dörffler oder Michael Wittassek sehen wir die Arbeit des Lichts in feinsten Nuancen, aber nur, weil es die Finsternis gibt. Dasselbe gilt für die Fotogramme von Lucas Fastabend: Hier werden die Polaritäten umgekehrt und Unsichtbares sichtbar gemacht. Bei Frank Gerritz entwickelt sich die Oberflächengestaltung Schicht um Schicht durch präzise aufgetragenes Graphit oder Paintstick und lässt eine faszinierende Tiefenwirkung entstehen. In der assoziativ-poetischen Installation von Sebastian Jochum steht die Farbe Schwarz „für das Unbekannte und für die Ignoranz. So wie die Wissenschaft Materie, die sie nicht messen kann, dunkle Materie nennt“. Nachtschwarz umhüllt der Samt in der Arbeit von Alice Musiol einen geheimnisvollen Raum. Seine Falten saugen den Blick an, der sich in der weichen Unergründlichkeit der Materie verliert. Nisrek Varhonja spinnt ihre eigenen Mythologien entlang der schier unendlichen Helligkeitsabstufungen von Schwarz. Schließlich verwandeln sich in Nadine Poulains Video Kondensstreifen in Sky Lines von metaphorischer und philosophischer Dimension. Ihre zielgerichtete und sich gleichzeitig im Dunst auflösende Bewegung wird zur Metapher für eine Reise ins Licht.

Ende September erscheint ein aufwändiges Katalogbuch mit Intallationsfotos zum Preis von 19,00 €.


Eintritt: 4 Euro/ermäßigt 2 Euro.

Freier Eintritt am 10./11.09.2016 (Stadt- u. Kulturfest)


Presse:

-  "Schwarzarbeit": WDR 5 (Scala),  WDR 3   (Kultur am Sonntag)

-  Besprechung "Schwarzarbeit":Deutschlandfunk (Corso),

-  Besprechung "Schwarzarbeit": ARTBLOG Cologne

- "Das schwarze Buffet"", KStA und BLZ 16.09.2016 [760 KB]

- "Berühmter Schwarzarbeiter", KStA und BLZ 08.09.2016 [111 KB]

- "Die Magie des Dunkeln", KStA 27.08.2016 [500 KB]

- "Düstere Täuschungsmanöver", BLZ 27.08.2016 [150 KB]

- "Verzicht auf Farbe", KStA 26.08.2016 [882 KB]

- "Künstler verzichten auf Farbe", BLZ 25.08.2016 [274 KB]


Rundfunkberichte:

WDR 5 (Scala) und WDR 3 (Kultur am Sonntag) 
Deutschlandfunk (Corso)


Jochum
Sebastian Jochum, Willst Du immer weiter schweifen?, 2016, Rauminstallation, Fotografie, Skluptur, Zeichnung, Malerei
Die Ausstellung wird unterstützt durch


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