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Edition „Ess fäädisch“, 2017, Vorzugspreis 100,00 €.
Farbfotografie auf der Basis einer Gemeinschaftsarbeit aus dem Jahr 1973/1980 von Manfred Boecker, Rainer Gross und Wolfgang Niedecken, Auflage 100 Exemplare, nummeriert, datiert und von allen drei Künstlern signiert, © VG BILD-KUNST Bonn, 2017.
Mondrian
Wolfgang Niedecken und Manfred Boecker, Corrected Mondrian, 1973, Buntstift, Isolierband, Collage, 79 x 58 cm, © VG BILD-KUNST Bonn, 2017
Gross
Rainer Gross, Louisville Slugger, 1976-77, Acryl auf Leinwand, 244 x 244 cm
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Manfred Boecker, Familie Boecker im Schnee, 1972, Öl auf Leinwand, 74 x 74 cm
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Rainer Gross, 4711, 2010, Acryl auf Lw., 122 x 188 cm
Freunde treffen sich
3 Freunde: M. Boecker, R. Gross, W. Niedecken, Köln-Rodenkirchen 1972

Freunde treffen sich – revisited

Manfred Boecker, Rainer Gross, Wolfgang Niedecken
09. 07. – 19. 11. 2017

Rainer Gross (geb. 1951) gehört zu den Künstlern, die 1992 im Eröffnungsjahr des Kunstmuseum Villa Zanders bereits hier präsent waren. Anlässlich des 25jährigen Jubiläums blickt der seit Jahrzehnten in New York lebende Maler auf seine künstlerischen Anfänge an den Kölner Werkschulen zurück.


Manfred Boecker (geb. 1952) und Rainer Gross kannten sich schon seit ihrer Zeit am Gymnasium. Beide spielten Drums in verschiedenen Rockbands in Jugendheimen und Clubs in und um Köln. 1971 lernten die beiden Wolfgang Niedecken (geb. 1951) als Kunststudenten an der Fachhochschule für Kunst und Design am Ubierring in Köln kennen. Daraus entwickelte sich in den folgenden Jahren eine enge Freundschaft, die in eine künstlerische Zusammenarbeit mündete. Über einen kürzeren Zeitraum schufen die drei Freunde als Künstlergruppe unter dem Namen „Schizo“ sogar Gemeinschaftsarbeiten wie "Ess fäädisch“, ein Dada-Objekt mit kölschem Titel.


Wichtig war der Humor – alles Kleinkarierte wurde lächerlich gemacht. Man gab sich cool und unbeschwert und hatte die nötige Offenheit, mit Musik und Malerei zu experimentieren. Es war die Zeit des Fotorealismus, man ging zu Happenings und Fluxusveranstaltungen, machte gemeinsame Urlaube und stand dem Kapitalistischen Realismus und auch dem Surrealismus nahe. Gemalt wurden Ersatzrealitäten, oder man nutzte die verschiedenen Realitätsebenen der in den Massenmedien

reproduzierten Bilder. Tabus gab es so gut wie keine. Rainer Gross lernte 1973 den amerikanischen Maler Howard Kanovitz, der im Vorjahr auf der Documenta 5 vertreten war, in Köln kennen. Ende 1973 folgte er seiner Einladung nach New York – und ist bis heute dort geblieben. Die drei Freunde waren noch Jahre eng miteinander verbunden, bis die Treffen in den 80er-Jahren seltener wurden und man sich nur noch gelegentlich bei Ausstellungseröffnungen oder Konzerten der Gruppe BAP sah.


Während Boecker und Niedecken sich früh der Musik zuwandten und nur noch gelegentlich zeichneten und malten, trat Rainer Gross lange Jahre ausschließlich als Bildender Künstler in Erscheinung. Erst in den letzten Jahren gab auch er der Musik wieder einen größeren Raum. Bis heute verbinden Manfred Boecker, Rainer Gross und Wolfgang Niedecken im Künstlerischen Schlüsselerfahrungen der frühen gemeinsamen Jahre. Die Ausstellung geht den künstlerischen Anfängen und dem Blick auf die Welt der drei Künstler nach und konzentriert sich auf das malerische Werk.


Der reich bebilderte Katalog enthält Texte von Rainer Gross, Wulf Herzogenrath, Wolfgang Niedecken, Petra Oelschlägel, S.D. Sauerbier u.a., Abbildungen der ausgestellten Werke und Fotografien aus dem privaten Bildarchiv der Künstler. 160 Seiten. Museumspreis 22 Euro (Buchhandelspreis 28 Euro).


Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Edition. „Ess fäädisch“, 2017, die eine Gemeinschaftsarbeit von 1973/80 aufgreift, Farbfotografie, Auflage 100, signiert von allen drei Künstlern, nummeriert und datiert. Preis 100 Euro.

Wolfgang Niedecken, Notizen, Zitate, Ausschnitt II, 1973-74, Öl auf Lw., 100 x 250 cm, © VG BILD-KUNST Bonn, 2017.jpg
Wolfgang Niedecken, Notizen, Zitate, Ausschnitte II, 1973-74, Öl auf Lw., 100 x 250 cm, © VG BILD-KUNST Bonn, 2017


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