Jupp Linssen

10.1. - 28.2.2010

Ein Bild aus seinen üblichen zwei Dimensionen auch körperlich in eine dritte Dimension zu heben und dadurch seiner metaphysischen Tiefe und Bedeutsamkeit seine greifbare (!) anheim zu geben, um aus einer sinnlichen eine dingliche Barriere im Raum des Betrachters zu "bauen", damit ließe sich das Arbeiten von Jupp Linssen am ehesten beschreiben.

Er schichtet Material in gebrochenen Rhythmen übereinander, schafft luftige Volumen aus kunstfernen Stoffen und desavouiert so die akademische Tradition in der Kunst. Für Jupp Linssen ist das Formschöne unwichtig, jedenfalls insoweit, als der Bildkörper nicht in Rahmen gezwängt, die Oberfläche nicht glatt und das Material nicht neu sein muss. Seinen Arbeiten für den Raum geht es um Glaubwürdigkeit. Sie verheimlichen nicht ihre Entstehung. Sie evozieren Erinnerungen. Sie spielen mit romantischen Elementen ebenso wie mit pragmatischen Notwendigkeiten. Das Ziel ist, dass die Kunst sicht nicht von der Wirklichkeit entfernt, sondern zu einem Teil dieser wird.

Stefan Skowron, Aachen

 

Vita

1957

geboren in Kempen/Niederrhein

1980-86

Studium Freie Kunst (Prof. Joachim Bandau), Philosophie und Sport in Aachen

1986

Erstes Staatsexamen

seit 1986

freischaffend in Aachen tätig

1987

Förderpreis Bildende Kunst der Stadt Aachen

seit 1991

jährliche Beteiligung an internationalen Kunstmessen

1995

Malersymposium Werfen

2003-05

Dozent im Bereich Malerei / Orientierungsbereich an der Kunstakademie Düsseldorf