Paul Pontius, Peter Paul Rubens mit Hut, 1630, Kupferstich, 36,5 × 27,3 cm

Paul Pontius, Peter Paul Rubens mit Hut, 1630, Kupferstich, 36,5 × 27,3 cm

Vosterman

Paul Pontius, Die Kreuztragung, 1632, Kupferstich (späterer Abzug), 63,0 × 47,5 cm

Jonas Suydenhoef

Jonas Suyderhoef, Die Jagd auf Löwen und Tiger zu Pferd 17. Jh., Kupferstich und Radierung, 48,5 × 61,0 cm

Nach Rubens

Druckgraphik aus drei Jahrhunderten

10.03. – 26.05.2019

Einladung 

Zur Eröffnung am Sonntag, dem 10. März 2019, um 11:30 Uhr laden wir Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich ein.

Begrüßung
Lutz Urbach, Bürgermeister
Dr. Petra Oelschlägel

Einführung
Dr. Wolfgang Vomm


Musikalische Begleitung
Ensemble Landimini der Städtischen Max-Bruch-Musikschule unter der Leitung von Holger Faust-Peters


Das umfangreiche malerische Werk des flämischen Malerfürsten Peter Paul Rubens (1577 – 1640) entfaltete seine Wertschätzung und seinen vorbildlichen Einfluss nicht zuletzt durch das Medium der Druckgraphik. Sie war es, die seine genialen Bilderfindungen in aller Welt bekannt machte und seinen Ruhm als Künstler etablierte.


In der Zeit des 16. bis 19. Jahrhunderts – vor Entwicklung der Fotografie und des Offsetdrucks – war die Graphik das einzige Bildmedium, durch das sich Erfindungen großer Künstler überhaupt europaweit verbreiten konnten.


Im Unterschied zu Künstlern wie Lucas van Leyden oder Rembrandt van Rijn erstellte bzw. radierte Rubens die Druckplatten jedoch nicht selbst. Als Leiter der größten Malerwerkstatt seiner Zeit war er es vielmehr gewohnt, den Herstellungsprozess arbeitsteilig zu organisieren. Üblicherweise fertigte der beste Künstler seiner Werkstatt zunächst eine Reproduktionszeichnung nach einem Gemälde, die dann – nach der Korrektur durch den Meister – als Vorlage für den Kupferstecher diente.


Die nach Rubens’ Bildern gestochenen Blätter waren im Gegensatz zu seinen Gemälden für jedermann zugänglich und erschwinglich. Sie dienten vielen Künstlern des 17. und 18. Jahrhunderts als Vorlage und waren zugleich von Beginn an begehrte Sammelobjekte. Schon seine Zeitgenossen waren von seinem neuen, höchst lebendigen Darstellungsstil fasziniert, der auch komplexe Themen in großen Kompositionen mit vielen Figuren souverän bewältigte. Im 19. Jahrhundert wurde Rubens schließlich zum Leitbild und zur Kultfigur des belgischen Nationalstaates.


In acht Themenräumen vermittelt der umfangreiche Bestand des Bergisch Gladbacher Sammlers Wolfgang Vomm einen Einblick in das Werk Rubens’ und dessen Verbreitung im Laufe der Jahrhunderte.


Es erscheint ein reich bebilderter Katalog zum Preis von 25 Euro.


Wir danken für die freundliche Unterstützung:


GuS  
  
lab bode  wdr3