Nemitz_380

 

Otto Nemitz - Bildräume
23.01. - 27.03.2011

Der 1935 in Berlin geborene Otto Nemitz hat sich nach einer Ausbildung im grafischen Gewerbe und anfänglichen Versuchen in der Freiluftmalerei seit Mitte der sechziger Jahre mit zunehmender Intensität der gegenstandslosen Malerei zugewandt.

Am Anfang stehen geometrisch klar konstruierte, zunächst relativ farbintensive Kompositionen, deren verschränkte Einzelformen gelegentlich noch an technische Elemente denken lassen.

In den späteren, der konkreten Kunst zugeordneten Arbeiten beruhigen sich die Farben. Mit einer reduzierten Palette von Weiß- und Grautönen werden komplizierte Bildräume entwickelt, die sich durch geometrische Strenge und Klarheit auszeichnen. Rationalität und systematisches Denken kennzeichnet diese malerischen Untersuchungen.

Sie führen schließlich Mitte der 1970er Jahre konsequent zu einer dreidimensionalen, reliefhaften Ausweitung des Bildraumes in den sogenannten Bildraumfaltungen.

In den ab 1980 entstehenden Sequenzen werden dann mehrere potentiell autonome Einzelbilder zu einem Ganzen zusammen-gefasst. Die Unterschiedlichkeit des Ähnlichen wird hierbei anschaulich vorgeführt.

Bei den 1995 entstehenden "Zeithäusern" verbindet die Malerei den Innen- und Außenbereich von konkreten Raumobjekten. Die Möglichkeiten von Malerei und Skulptur addieren sich, heben herkömmliche Abgrenzungen auf.

Neben Gemälden werden Reliefs und Objekte, Skulpturen sowie Zeichnungen und Aquarelle aus allen Schaffensphasen gezeigt. Es handelt sich um eine großzügige Schenkung des Künstlers, die hiermit erstmals präsentiert wird.

Es erscheint ein Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen sowie ein Begleitprogramm mit Veranstaltungen für Gruppen und Einzel-besucher verschiedener Altersstufen.