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Blalla W. Hallmann (1941 – 1997), Gipskopf mit Mütze (1971/1975), verschiedene Materialien, © VG BILD-KUNST Bonn, 2019. Foto: Thomas Köster
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Niki de Saint Phalle (1930 - 2002), Shoot-it-yourself-picture, 1964, Holzkasten mit Farbbeuteln und Gips, Edition MAT, © VG BILD-KUNST Bonn, 2019. Foto: Tim Pfeiffer
Sammlung Kraft

Friedrich Schröder-Sonnenstern, Der komisch moralische Eseltreiber, 1959, Farbstift auf Karton, 95 x 66 cm, © VG BILD-KUNST Bonn, 2019. Foto: Eberhard Hahne

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Thomas Huber (geb. 1955), „Größenphantasie und Kreativität“, 1998, Aquarell auf Papier, 48 x 38cm, © VG BILD-KUNST Bonn, 2019. Foto: Eberhard Hahne

KUNST ist immer eine Behauptung. SAMMELN auch. 50 Jahre Sammlung Kraft 

14.09. – 24.11.2019 (1. und 2. OG)

„KUNST ist immer eine Behauptung“ – so lautet die Lieblingsantwort von Hartmut Kraft auf die Frage, was denn Kunst nun eigentlich sei. Eine Kunstsammlung kann dagegen ganz pragmatisch als eine Ansammlung von Werken nach kunsthistorischen Gesichtspunkten definiert werden. Diese Sichtweise beschreibt allerdings nur einen Teil eines viel komplexeren Zusammenhangs: Wer hat wann was gesammelt? Warum, wozu und mit welchen finanziellen Mitteln? Für welchen Ausstellungsraum und welches Publikum? All dies bestimmt das Erscheinungsbild und die Wirkung einer Sammlung. Das gilt für öffentliche Sammlungen, erst recht aber für private – und es macht jede Sammlung zu einem Porträt ihrer Sammlerin oder ihres Sammlers.

Über einen Zeitraum von fünf Jahrzehnten haben Maria und Hartmut Kraft eine umfangreiche Sammlung zusammengetragen, deren Schwerpunkte die beiden Mediziner und Psychoanalytiker vor allem auf Arbeiten der Nachkriegskunst und der Outsider Art, aber auch auf Werke außereuropäischer Kulturen legten. In dieser Überblicksausstellung wird nun einerseits eine Rückschau auf frühere Ausstellungen (2. Etage „Public Collection“) geboten, andererseits werden neue Aspekte und bislang noch nicht öffentlich gezeigte Werke präsentiert (1. Etage „Private Collection“). 

Die Sammlung wird gewissermaßen neu behauptet. Vieles in der Sammlung Kraft erinnert an die Kunst- und Wunderkammern des Barock: Außereuropäische Kunst trifft auf fernöstliche Buddha-Statuen, Arbeiten von Joseph Beuys, Annette Messager und der ZERO Gruppe stehen neben den Werken berühmter Outsider-Künstler und sollen Impulse für Dialoge geben. Die Besucher erwartet eine abwechslungsreiche Tour durch insgesamt 16 Themenräume.


Es erscheint ein Katalog zum Preis von 19 €.
(Buchhandelspreis 24 €)


Kurator: Hartmut Kraft


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