Schattenfuge
Blick in die Ausstellung, Foto Michael Wittassek

Simon Schubert: Schattenfuge
aus der Reihe "Ortstermin"

25.03.- 17.06.2012


Simon Schubert, 1976 in Köln geboren, ist mit Skulpturen und Papierfaltungen bekannt geworden. 

Die gegenständlichen Skulpturen – Figurengruppen, Stilleben, begehbare Schränke - bestechen durch ihre perfekten Oberflächen. Befremdend hingegen sind gesichtslose Wesen, Geisterhäuser, Verspiegelungen, die den Betrachter auf sich selbst zurückwerfen.

Auf den ersten Blick handelt es sich bei seinen Bildern um Ansichten historischer Bauwerke, Treppenhäuser mit aufwändigen Wand- und Bodenvertäfelungen, die er in weißem Papier durch eine präzise Falttechnik erstellt. Bei genauerem Hinsehen dominiert jedoch der Eindruck eines perfekten Illusionsraumes, eines in sich geschlossenen Universums. Gerade die Perfektion seiner Werke suggeriert Wahrheit und „echtes Leben“, doch der sterile, unbelebte Raum, den er erschafft, ist doppelbödig und abgrundtief.


Simon Schubert versteht es, den Betrachter zu faszinieren und gleichzeitig extrem zu verunsichern. Gerade in diesem Spannungsverhältnis ist er mit sich selbst, seinen innersten Gefühlen, Erinnerungen und Ängsten konfrontiert


Es ist ein reich bebildeter Katalog mit zahlreichen Installationsfotos aus der Ausstellung und Texten von Petra Oelschlägel und Jens Peter Koerver erschienen, 95 Seiten, 20 € (mit Versand 23 €).


„Ortstermin“ ist eine Ausstellungsreihe der Städtischen Galerie Villa Zanders, gefördert durch die VR Bank eG Bergisch Gladbach. Weitere Informationen zur Serie "Ortstermine" finden Sie hier.

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