Ausstellungsvorschau 2019


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Tina Haase, "Wieviel Farbe kannst Du noch ertragen?", 2017, Schnellhefter, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt

Tina Haase – unbedingt

27.01. – 05.05.2019 (1. OG)

Eröffnung So 27.01.2019, 11:30 Uhr


Die in Köln und München lebende Künstlerin Tina Haase (geb. 1957 in Köln) hat seit ihrem Studium bei Fritz Schwegler an der Düsseldorfer Akademie zu einer sehr eigenständigen Bildsprache zwischen Skulptur, Malerei, Performance und Film gefunden.

Tina Haase geht von ganz gewöhnlichen, oft auch von ausrangierten und leicht zu übersehenden Dingen des alltäglichen Gebrauchs aus, die sie einer näheren Erkundung unterzieht. Durch eine vorbehaltlose Beschäftigung mit den innewohnenden schier unendlichen Form- und Farbvariationen gelangt sie über einfache Schichtungen und Stapelungen zu völlig unerwarteten und bisweilen skurrilen Bildfindungen. Dabei entstehen sowohl organisch-wuchernde als auch geometrisch-architektonisch konstruierte Kunstwerke von spielerischer Leichtigkeit jenseits formalistischer Strenge.

Die geplante Ausstellung nimmt Tina Haases Skulpturen aus Papier und Karton in den Focus. Steht dieser Werkstoff bei ihr auch nicht programmatisch im Mittelpunkt, so macht die Konzentration darauf doch Haases bildhauerisches Anliegen und ihren humorvollen und teils subversiven Ansatz deutlich: Die Künstlerin lässt uns lächeln und schenkt dem unbeachteten Gebrauchsgut ein neues Dasein, indem sie ihn in ihr bildhauerisches Konzept überführt.
Seit 2007 hat sie eine Professur für Bildende Kunst an der TU München, an der Fakultät für Architektur inne.

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Schelte à Bolswert, Löwenjagd zu Pferd, um 1622, Kupferstich, 47,3 x 63,5 cm

Nach Rubens – Druckgrafik aus drei Jahrhunderten

10.03. – 26.05.2019 (2. OG)

Eröffnung So 10.03.2019, 11:30 Uhr


Das umfangreiche malerische Werk des flämischen „Malerfürsten“ Peter Paul Rubens (1577 – 1640) entfaltete seine Wertschätzung und seinen vorbildlichen Einfluss nicht zuletzt durch das Medium der Druckgrafik. Sie war es, die seine genialen Bilderfindungen in aller Welt bekannt machte und seinen Ruhm als Künstler etablierte. Denn die nach seinen Bildern gestochenen Blätter waren – im Gegensatz zu den Gemälden – für jedermann zugänglich und erschwinglich. Sie dienten vielen Künstlern des 17. und 18. Jahrhunderts als Vorlage und waren zugleich von Anbeginn an begehrte Sammelobjekte.

In acht Kapiteln von „Rubens´ universaler Bildkosmos“ über „Illustrationsgrafik im Dienst der Massenmedien“ bis „Der Kult des Künstlers zwischen Kunst und Kommerz“ wird die Hochzeit des Kupferstichs über drei Jahrhunderte anhand von Originalwerken aus der Werkstatt Peter Paul Rubens´ und seiner Nachfolge kenntnisreich vermittelt.

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Howard Smith, Fastraster #3, 2008, Aquarell auf Bütten, 27,7 x 35,5 cm

Howard Smith

18.05. – 25.08.2019 (1. OG)

Eröffnung Fr 17.05.2019, 19:00 Uhr


Howard Smith (geb. 1943 in Chicago, Illinois) hat sich intensiv mit Malerei und ihren Gegebenheiten beschäftigt. Dabei konzentrierte er sich seit Mitte der sechziger Jahre auf die Untersuchung der Mittel, die Malerei bedingen, was wiederum den Prozess des Malens zunehmend in den Focus rückte.

In den achtziger Jahren stand Howard Smith der Bewegung des "Radical Painting" nahe. Wie viele deren Vertreter hatte er zwar häufig nur eine Farbe in einem Gemälde eingesetzt, sich aber niemals als "monochromer Maler" bezeichnet. Vielmehr geht es ihm um die Interaktion von Farbe und Malgrund. So wurde für ihn der einzelne Strich als kleinste Einheit künstlerischer Setzung immer wichtiger. Doch das bis heute bedeutsamste Anliegen seiner Malerei sieht Smith in der Beziehung zwischen Werk und Betrachter, d.h. jenem Raum und jenem Dialog, der zwischen Bild und betrachtender Person entsteht.
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Barbara Camilla Tucholski, Deckenzeichnung im Haus Altmann, Bleistift

Die Sammlung Klaus Altmann

15.06. – 18.08.2019 (2. OG)

Eröffnung Fr 14.06.2019, 19:00 Uhr

Im Gegensatz zu geradlinig aufgebauten Sammlungen, z.B. künstler- bzw. themenbezogen oder als historischer Verlauf, zeigt die Ausstellung eine Sammlung, die ausschließlich ihren eigenen Maßstäben folgt und vielfältige Verbindungen von Werk zu Werk herstellt. Die Sammlung Altmann umfasst 30 Jahre erlebte Kunstentwicklung.
Auch Barbara Camilla Tucholski (geb. 1947 in Loitz) ist in dieser Sammlung vertreten. Als Zeichen ihrer Freundschaft ergänzt sie mit einer Deckenzeichnung (als Pendant zu einer ebensolchen Zeichnung im Haus Altmann, siehe Abbildung) und einigen weiteren Arbeiten diese Ausstellung.
Schröder-Sonnenstern: 002 Flucht vor dem Weibe
Friedrich Schröder-Sonnenstern, Die Flucht vor dem Weibe, 1960, Buntstift auf Karton, 49 x 71 cm, © VG BILD-KUNST Bonn, 2018

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50 Jahre Sammlung Kraft

08.09. – 24.11.2019 (1. und 2. OG)
Eröffnung So 08.09.2019, 11:30 Uhr
 
Maria und Hartmut Kraft haben in fünf Jahrzehnten eine umfangreiche Sammlung zusammengetragen, die vor allem Werke der Nachkriegskunst, der Outsider Art sowie Werke außereuropäischer Kulturen umfasst. Arbeiten von Joseph Beuys, Hede Bühl, Rupprecht Geiger oder Herbert Zangs stehen neben den Werken berühmter Outsider-Künstler wie Friedrich Schröder-Sonnenstern, Gustav Mesmer oder Karl Junker. Masken und Skulpturen aus Afrika, Papua Neuguinea und Mittelamerika sind ebenso Teil der Sammlung wie Buddha-Skulpturen aus Thailand und China.

Die Besucher erwartet eine abwechslungsreiche Tour durch 16 Ausstellungsräume des Museums. Kein Raum gleicht dem vorangehenden. Vorgestellt werden unterschiedliche Ausstellungskonzepte der Sammlung Kraft.

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Stefan Wewerka, Fallstudie I, 1971/72, Foto von Mimi Klein,  © VG BILD-KUNST Bonn, 2018. 

Stefan Wewerka

Dekonstruktion der Moderne – der Tecta-Komplex

07.12.2019 – 19.04.2020 (1. OG)

Eröffnung Fr 06.12.2019, 19:00 Uhr


Stefan Wewerka (1928–2013) war zweifelsohne eine der vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegsmoderne. So war er nicht nur Architekt und Objektkünstler, Designer, Modemacher und Innenarchitekt, sondern auch Bildhauer, Maler, Grafiker, Filmemacher und Aktionskünstler. Mit großer Lust am sinnlichen Ausdruck schlug Wewerka durch sein dekonstruktives, aufklärerisches Hinterfragen rechtwinklig-funktionaler Gewissheiten, das sich durchaus als Programm verstehen lässt, eine Brücke zwischen der Klassischen Moderne des Bauhaus und aktuellen Entwicklungen.
Diese Ausstellung konzentriert sich im Kern auf die in ihrer Komplexität wohl fruchtbarste, ausgesprochen intensive Schaffensphase Wewerkas in der Zusammenarbeit mit der Möbelmanufaktur Tecta und den zeitlichen Arbeitskontext von 1978 bis in die späten 1980er Jahre. Ziel ist es, das Schaffen Wewerkas in einer bislang nicht gekannten Weise zu beleuchten und es als nach wie vor aktuell für zeitgenössische Diskurse zu verstehen. Es erscheint ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog.


In Kooperation mit dem Forum Gestaltung e.V. / Wewerka Archiv, Magdeburg.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag
14:00 - 18:00 Uhr

Donnerstag
14:00 - 20:00 Uhr

Sonn- und Feiertag  
11:00 - 18:00 Uhr

Und nach Vereinbarung.

Eintrittspreise
Erwachsene: 4,00 €
Ermäßigung: 2,00 €
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Kontakt

Kunstmuseum
Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach

Telefon 02202 - 142356
oder 02202 - 142334
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