Ausstellungs- und Veranstaltungsübersicht 2019/2020 


Stefan Wewerka, Anpassung, 1989, Tisch, Stuhl, Bodenplatte Holz, lackiert, © VG BILD-KUNST Bonn, 2019
Stefan Wewerka, Anpassung, 1989, Tisch, Stuhl, Bodenplatte Holz, lackiert, © VG BILD-KUNST Bonn, 2019

Stefan Wewerka
Dekonstruktion der Moderne

14.12.2019 – 19.04.2020 (1. und 2. OG)

Eröffnung Fr 13.12.2019, 19:00 Uhr


Stefan Wewerka (1928–2013) war zweifelsohne eine der vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegsmoderne. So war er nicht nur Architekt und Objektkünstler, Designer, Modemacher und Innenarchitekt, sondern auch Bildhauer, Maler, Grafiker, Filmemacher und Aktionskünstler. Mit großer Lust am sinnlichen Ausdruck schlug Wewerka durch sein dekonstruktives, aufklärerisches Hinterfragen rechtwinklig-funktionaler Gewissheiten, das sich durchaus als Programm verstehen lässt, eine Brücke zwischen der Klassischen Moderne des Bauhaus und aktuellen Entwicklungen.

Diese Ausstellung konzentriert sich im Kern auf die in ihrer Komplexität wohl fruchtbarste, ausgesprochen intensive Schaffensphase Wewerkas in der Zusammenarbeit mit der Möbelmanufaktur Tecta und den zeitlichen Arbeitskontext von 1978 bis in die späten 1980er Jahre. Ziel ist es, das Schaffen Wewerkas in einer bislang nicht gekannten Weise zu beleuchten und es als nach wie vor aktuell für zeitgenössische Diskurse zu verstehen. Es erscheint ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog.


In Kooperation mit dem Forum Gestaltung e.V. / Wewerka Archiv, Magdeburg.

HedeBühl_Format
Hede Bühl, Kopfstudien, 1970er, Leimfarbe/Pastell auf Filzpapier

Hede Bühl – Arbeiten auf Papier 

03.05. – 16.08.2020 (1. OG) 


Eröffnung So 03.05.2020, 11:30 Uhr


Wir legen den Fokus auf die Papierarbeiten von Hede Bühl (*1940), die in Ausstellungen bisher weitgehend unterrepräsentiert geblieben sind. Ihr „Haupt“-Thema ist der Kopf bzw. der Körper, ein Phänomen, das sie in seiner äußeren wie in seiner inneren Form und Viel-schichtigkeit fasziniert. Indem sie das Individuelle minimiert, widmet sie sich dem Allgemeinen, dem was hinter dem Individuellen und seiner Tagesaktualität steht, um grundlegende Phänomene in ihrem zeit-typischen Gewand zu entlarven.

Damit wirft ihr Werk Fragen auf, die jeden Einzelnen und ganze Gesellschaften seit jeher beschäftigen: Was unterscheidet uns? Was verbindet uns? Gleichzeitig bietet es auf anschauliche Weise einen Zugang zu möglichen Antworten, die ihre Komplexität wiederum erst in der aktiven Auseinandersetzung entfalten. 



T.Haase
Tina Haase, stratigraphie, 2010, Karton, Papier, Klebstoff.

Foto:Michael Wittassek

Kunst aus Papier. Sammlungspräsentation

07.06.2020 - 2021


Die hauseigene Sammlung „Kunst aus Papier“ umfasst derzeit knapp 500 Arbeiten von international re-nommierten Künstler*innen wie z.B. Monika Grzymala, Christo, Kenneth Noland, Mischa Kuball, John Cage, Jiri Kolar, Simon Schubert oder Heike Weber. 

In ihrer Vielfalt spiegelt sich die Heterogenität der modernen und zeitgenössischen Kunst in besonderem Maße. Entsprechend fantasievoll sind auch die vertre-tenen künstlerischen Techniken der Be- und Verarbei-tung von Papier oder Papiermasse: zerreißen, zerschnei-den, zerknüllen, zerfetzen, schaben, zerkratzen, durch-löchern, verbrennen, zermahlen oder schöpfen, kleben, flechten, falten, schichten, prägen, rollen usw. 

Es ist eine stille, aber doch entschiedene Kunst, die dem Alltagsmaterial Papier einen sinnlichen Reichtum abgewinnt, der immer wieder überrascht. Mit Humor und Leichtigkeit setzt sich die Kunst aus Papier gegen allzu viel Pathos ab.




Ortstermin
Martin Rosswog, Kasepää, Estland, 2005. Fotografie aus der Serie ,,Ländliche Innenräume''.© VG Bild-Kunst, Bonn, 2019
Ortstermin. Jutta Dunkel - Martin Rosswog

06.09. - 15.11.2020


In seinem fotografischen Langzeitprojekt legt der Becher-Schüler Martin Rosswog (*1950) den Fokus auf eine dokumentarische Beschreibung von ländlichen Wohn- und Lebensräumen. Seine Bildreihen beziehen historisch Gewachsenes wie auch Modernes ein, stellen es gelegentlich sogar in einen Vergleich. Dabei ist der Blick aber nie nostalgisch-verklärt – sein Vor-gehen ist systematisch, seine Bildsprache sachlich. 

Den Zeichen der Zeit widmen sich auch die sinnlich-zarten Zeichnungen von Jutta Dunkel (*1958). Mit geduldigem, aufmerksamem Blick dokumentiert sie in ihren teilweise großformatigen Arbeiten die Ver-gänglichkeit des Organischen oder untersucht die flüchtigen Spuren individueller Existenzen in ver-schiedenen Erinnerungsräumen.

Der Ortstermin 2020 steht ganz im Zeichen zeitlicher Vermächtnisse. Die Betrachtungen unter-schiedlicher Räume und des Lebens darin wagen einen Brückenschlag zwischen Vergangenem, Gegenwart und dem, was daraus werden wird.


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Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag
14:00 - 18:00 Uhr

Donnerstag
14:00 - 20:00 Uhr

Sonn- und Feiertag  
11:00 - 18:00 Uhr

Und nach Vereinbarung.

Eintrittspreise
Regulär: 4,00 €
Ermäßigt: 2,00 €
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Kontakt

Kunstmuseum
Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach

Telefon 02202 - 142356
oder 02202 - 142334
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