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Das Exkursionsteam (von li nach re):
Dr. Wolfgang Vomm, Dr. Wilhelm
Krieger, Gregor Vetten-Betzin
Paris
Schloss Pierrefonds

Kulturreise des Galerie+Schloss Vereins 2018

„In und um Paris herum“

02.10. bis 07.10.2018


Anmelde-Formular

Im Jubiläumsjahr des Galerie+Schloss Vereins steht Paris im Fokus unserer Aufmerksamkeit. Vielen ist Paris bestens vertraut, doch sind gerade wegen der vielen Sehenswürdigkeiten in Paris die Schätze des Umlandes oft unbekannt.

Einstieg in die Reise und gleichzeitig erster Höhepunkt ist die gewaltige und imposante Schlossanlage von Pierrefonds.
Das Schloss Pierrefonds ist eine ursprünglich aus dem Mittelalter stammende Schlossanlage, die im 19. Jahrhundert von Eugène Viollet-le-Duc für Napoleon III als Privatresidenz rekonstruiert und im Stil der Dekorativen Künste des Mittelalters und der Renaissance ausgebaut wurde. Im Sommer 1867 besuchte der bayerische König Ludwig II anlässlich eines Aufenthaltes in Paris die Baustelle, um sich Anregungen für seinen geplanten Neubau in Neuschwanstein zu holen. Mehrfach diente die Schlossanlage auch als Kulisse für Filmaufnahmen. 

Den Abend und die erste Übernachtung bleiben wir in der Nähe des Schlosses Pierrefonds. Am nächsten Tag besuchen wir die Kathedrale von Saint-Denis, eine der Gründungsbauten der Gotik. In dem 1140 unter Abt Suger begonnenen Umgangschor wurde das erste spitzbogige Kreuzrippengewölbe gebaut. Die Kirche ist dem heiligen Dionysius geweiht, dem Schutzpatron und ersten Bischof von Paris. Seit 564 n. Chr. diente die Kathedrale von Saint Denis den fränkischen Königen als Grablege. Vom Ende des 10. Jahrhunderts bis 1830 wurden fast alle französischen Könige und Königinnen dort beerdigt. Seit 1862 wird Saint-Denis als Monument historique klassifiziert. Sie wurde 1966 zur Kathedrale des Bistums Saint-Denis erhoben. Der Nachmittag führt uns in die Innenstadt von Paris in die Tuilerien, dem ehemaligem Schlosspark zwischen  Louvre und Place de la Concorde. Hier besuchen wir das Museum d´Orangerie mit den Großmalereien von Claude Monet und anschließend das Musée d´Orsay mit dem künstlerischem Schaffen aus Malerei und Skulptur vom Realismus über den Impressionismus bis in die Moderne (1848 bis 1914). Die nachfolgenden Nächte verbringen wir in einem zentral gelegenen und komfortablen Hotel zentral in Versailles. Fußläufig erreichen wir am Donnerstag das Schloss Versailles. Das Château de Versailles ist eine der größten Palastanlagen Europas und war von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Ausbruch der Französischen Revolution die Hauptresidenz der Könige von Frankreich. Der Barockbau, dessen größte Ausdehnung mehr als einen halben Kilometer beträgt, gilt als ein Höhepunkt europäischer Palastarchitektur] und diente vom 17. bis zum 19. Jahrhundert als Vorbild für zahlreiche weitere Schlossbauten, wie auch dem Schloss Sanssouci in Potsdam.


Paris
Kathedrale Saint Denis          Château de Versailles

In seiner Zeit als Residenz war der Palast fast durchgehend von einem mehrere tausend Personen umfassenden Hofstaat bewohnt und bildete das kulturelle und politische Zentrum Frankreichs. Seit dem 19. Jahrhundert wird das Schloss als Museum genutzt. Wie die drei weiteren im Park befindlichen Lustschlösser und die weitläufigen Gartenanlagen steht es heute für Besucher offen.1979 wurde Schloss Versailles in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Danach richten wir unseren Blick in die Moderne. Die Villa Savoye wurde von Le Corbusier und seinem Vetter Pierre Jeanneret entworfen und von 1928 bis 1931 in Poissy nordwestlich von Paris erbaut. Die Villa Savoye ist die konsequente Umsetzung der Formensprache Le Corbusiers aus seinem Manifest „Fünf Punkte zu einer neuen Architektur“ von 1923: das Haus auf Stützen (Pilotis), der Dachgarten, der freie Grundriss, das lange Fenster (Fensterband) und die freie Fassade. Die Villa Savoye gehört zu den bedeutendsten Wohnhäusern der Moderne. 

Als Beispiel zeitgenössischer Architektur folgt der Besuch der Stiftung Louis Vuit¬ton (französisch Fondation d'entreprise Louis Vuitton). Dieses Privatmuseum in Paris entstand auf Initiative von Bernard Arnault, dem Vorstandsvorsitzenden des französi-schen Luxusartikelkonzerns Moët Hennessy Louis Vuitton (LVHM). Architekt war Frank O. Gehry. Gezeigt werden Werke des 20. Jahrhunderts. Optional besuchen wir auch das Centre Georges Pompidou.


Paris
Stiftung Louis Vitton                                 Villa Savoye

Unser nächstes Ziel führt uns zum Enstehungsort der großformatigen Seerosenbilder (Les Nymphéas) von Claude Monet (Musée d´Orangerie), nach  Giverny, zu seinem Wohnhaus, Atelier, Blumengarten und Seerosengarten. Diesen besonderen Ort be-suchen wir am frühen Morgen. Somit bleibt genug Zeit für die Gärten und das Haus von Claude Monet mit seinen Bildern (nur Repliken) und besonderen japanischen Holzschnitten (nur Originale) in allen Räumen des Hauses, welche die europäische Malerei nachhaltig beeinflussten. Nach der Mittagspause im Hotel Baudy, dem Wohnort vieler bekannter Künstler in Giverny, setzen wir die Rundreise zur Kathedrale Notre-Dames von Chartres fort. 876 weihte Karl der Kahle dort eine Kirche und übergab dem Sanktuarium die als Sancta Camisia bezeichnete Tunika, eine heilige Reliquie, die die Jungfrau Maria bei der Verheißung der Geburt Jesu durch den Erzengel Gabriel getragen haben soll. 

Der gotische Neubau begann 1194 und dauerte bis 1260. 1979 wurde die Kathedrale in das Register des Kulturerbes der Welt der UNESCO aufgenommen.
Die Kathedrale Notre-Dame ist nie zerstört worden und der hochbedeutende skulptu-rale Schmuck der Kathedrale fast unversehrt erhalten, ebenso nahezu sämtliche 176 Fenster.
Daher ist in keiner anderen Kathedrale die Atmosphäre der Hochgotik so intensiv und so unverfälscht erlebbar. 

Auf der Rückreise bleibt bei gutem Wetter noch Zeit für einen kurzen Besuch in Sen-lis. Notre-Dames de Senlis ist eine ehemalige Kathedrale, die zwischen 1153 und 1191 erbaut wurde. Die Westfassade entstand 1170, der Südturm Mitte des 13. Jahrhunderts. Alle gotischen Stilrichtungen sind in der Kathedrale vertreten. Das Westportal (Marienportal) zeigt erstmalig eine Marienkrönung und damit eine Ver-menschlichung des Göttlichen und war damit prägend auf die gotische Architektur. 

Abweichungen oder Erweiterungen des Reiseprogramms können sich aus organisa-torischen Gründen oder aufgrund des Wetters ergeben.

Ein kulturell hochkarätiges Programm, Führungen, Lesungen und gemeinsame ge-sellige Mahlzeiten werden unser Programm für Sie abrunden.


Paris
Kathedrale Notre-Dame in Chartres

Ihr Reiseteam freut sich, Sie begrüßen zu dürfen!

(Dr. Wilhelm Krieger, Stand 10.01.2018)