Papier


Sommerferienangebot
„Tradition trifft zeitgenössische Kunst“ 

Kooperation mit dem LVR-Industriemuseums Papiermühle Alte Dombach 


Termine: 

  • 18.07.2019  ca. 8:30 – 16:00 Uhr 
  • 19.07.2019  ca. 8:30 – 16:00 Uhr 

Tagesprogramm:


08:30 - 09:00

 Begrüßung und Vorstellung des LVR-Industriemuseums Papiermühle Alte Dombach

09:00 -
09:30

 Kennenlernen einer traditionellen Papiermaschine

09:30 - 10:00

 Workshop 1

11:30 - 12:30

 Mittagspause mit Picknick auf dem Spielplatz der Alten Dombach

13:30

 Begrüßung und Vorstellung des Kunstmuseum Villa Zanders

14:00 – 15:30

 Impuls-Führung durch eine Wechselausstellung

14:00 – 15:30

 Workshop 2

15:30 – 16:00


Abschlussrunde


Papiermühle
LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach

Station 1: LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach

Geschichte

Mit der 1614 gegründeten Papiermühle Alte Dombach wurde ein Standort in einem Zentrum der rheinischen Papierindustrie gewonnen und das größte deutsche Papiermuseum gegründet. Seit August 1999 steht es für Besucher offen.
Hier wird gezeigt, wie Papier einst hergestellt wurde und heute noch wird, und was man aus diesem unentbehrlichen alltäglichen Gebrauchsmaterial alles machen kann. Ein Mühlrad, ein Lumpenstampfwerk und eine Laborpapiermaschine können in Aktion erlebt werden.

Die mächtige PM4, eine Papiermaschine aus dem Jahr 1889, beeindruckt mit ihren vierzig Metern Länge und fünf Metern Höhe. Papiertheater, Freundschaftsbüchlein und historische Verpackungen erzählen vom Papiergebrauch in früheren Zeiten. Heute werden jährlich Millionen Tonnen Papier produziert – auch die Kehrseite wie z.B. Umweltbelastungen durch die Papierindustrie werden dargestellt.

Workshop 1

Die Schülerinnen und Schüler lernen während einer Führung alle Arbeitsschritte der vorindustriellen Fertigung von Papier kennen: Papierbrei herstellen, schöpfen, trocknen, leimen und glätten. Anschließend erleben sie an der Laborpapiermaschine die industrielle Papierherstellung.

Im Anschluss daran setzen die Schülerinnen und Schüler ihr neu gewonnenes Wissen in die Praxis um: aus vielen verschiedenen Papierresten – z.B. glatten, einfarbigen, bunten, alten oder neuen – wird eine einzigartige Mischung für ein neues, persönliches Papier hergestellt. Zur Verzierung können die unterschiedlichsten Materialien eingesetzt werden, den gestalterischen Ausdrucksmöglichkeiten sind hier keine Grenzen gesetzt.

Am Ende des Workshops dürfen die Schülerinnen und Schüler das Ergebnis zur Weiterverwendung mit nach Hause nehmen.


Workshop
Workshop im Kunstmuseum Villa Zanders

Station 2: Kunstmuseum Villa Zanders

Geschichte

Im Herzen der Stadt Bergisch Gladbach, nur wenige Schritte von Bahnhof, Rathaus und Fußgängerzone entfernt, liegt der imposante, stadt- und baugeschichtlich bedeutsame Bau der Villa Zanders. 1873 von der Papierfabrikantenfamilie Zanders errichtet, spielte sich dort bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts das gesellschaftliche Leben ab – der Salon von Maria Zanders war auch jenseits der Stadtgrenzen ein Begriff. Seit 1932 befindet sich das Gebäude im öffentlichen Besitz, seit 1986 ist es Sitz der Städtischen Galerie. Durch umfangreiche Restaurierungsarbeiten hat die Gründerzeit-Villa ihre Noblesse wiedergewonnen und präsentiert seitdem auf drei Etagen Kunst vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. 2014 wurde aus der Städtischen Galerie das Kunstmuseum Villa Zanders.

Angeregt durch die Tradition der Papierherstellung der Stadt liegt der bundesweit herausragende Schwerpunkt der Sammlung auf der „Kunst aus Papier“. Folglich beziehen sich auch viele der Wechselausstellungen auf dieses Thema.

Workshop 2

In Anlehnung an die Geschichte der Familie Zanders erkunden die Kinder das Kunstmuseum und bekommen die Gelegenheit, die wechselvolle Geschichte des Hauses nachzuvollziehen. Wie wurde damals gelebt, wer war Maria Zanders? Was ist ein Museum überhaupt und welche Aufgaben hat es? – Diesen Fragen wollen wir nachgehen, um dann gemeinsam eine Ausstellung anzuschauen und einige der ausgestellten Kunstwerke zu besprechen. Während der Sommermonate präsentieren wir die beiden Ausstellungen „Howard Smith – No End in Sight“ in der es um Malerei und Farbe geht und „Leben mit Kunst – Die Sammlung Altmann“, die ganz verschiedene Positionen aus Malerei, Grafik und Skulptur zeigt.

Praktische Übungen aus der Museumspädagogik sollen inhaltlich wie methodisch anregen ohne dabei konkrete Handlungsabläufe zu beabsichtigen: angestrebt wird eine erfahrungsoffene, individuelle Auseinandersetzung mit Kunst, aus der sich ein Prozess entwickeln lässt, dessen Verlauf weder vorhersehbar, noch vorgegeben ist.Nach diesem etwa 30-minütigen theoretischen Teil, widmen wir uns selbst aktiv und kreativ dem Schwerpunkt des Museums: Kunst aus Papier!

Dazu verwenden wir unter anderem unser zuvor selbstgeschöpftes Papier, gestalten Notiz-heftchen mittels der japanischen Buchbindung oder einer schlichten Falttechnik, wir entwerfen Postkarten – jedes Kind hat die Freiheit, sich etwas individuelles auszusuchen.


Ziele des Programms

Das Angebot richtet sich an Grundschulen und ist ein ganztägiges Programm für den Offenen Ganztag. Die Teilnehmerzahl beschränkt sich auf 15 Schülerinnen und Schüler plus Betreuer.

Das Angebot soll zudem neue Perspektiven auf Kunst und Kultur ermöglichen und dadurch nicht zuletzt die Selbständigkeit und das Selbstvertrauen der Zielgruppe stärken – ausgehend von der Auseinandersetzung mit Kulturorten in der eigenen Heimat. Die Durchführung des Sommerferienangebots erfolgt nicht ergebnisorientiert, sondern erlebnis- sowie prozessorientiert und gemeinschaftsstiftend – ein vorgegebenes Ziel gibt es daher nicht, es entwickelt sich erst durch das „Machen“ und aus dem Eröffnen von Kreativwelten oder Erlebnisräumen mit vielen Freiheiten: auf spielerische Art und Weise wird den Schülerinnen und Schülern der Erwerb von Wissen, Kenntnissen und Fertigkeiten vermittelt, durch gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe lernen sie, schöpferisch produktiv zu sein, Werte zu schaffen und sich dabei mit ihrem Heimatort Bergisch Gladbach zu identifizieren.

Papiermühler             Logo LVR