Gespräche im roten Salon

Gespräche im Roten Salon

Schon seit über 10 Jahren finden unter Leitung von Georg Dittrich in der Villa Zanders die "Gespräche im Roten Salon" statt, in denen die in den Ausstellungen angesprochenen Themenbereiche vertieft und diskutiert werden. Nach einer Pause, in der auch die aktuelle Ausstellung besichtigt werden kann, besteht in einem Gesprächskreis Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Beginn jeweils 19:30 Uhr.
In der Pause besteht Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung.
Eintritt 4 € / 2 € für SchülerInnen, StudentInnen, Auszubildende

Die nächsten Termine:


10. April 2018, 19:30 Uhr
Vortrag mit Bildbeispielen

Strategien des Zerreißens - Collage und Décollage im 20. Jahrhundert

Referentin: Silke Schuck M.A., Kunsthistorikerin, Galerie Stihl, Waiblingen


Mit der Collage und Décollage erfinden die KünstlerInnen im 20. Jahrhundert eine so faszinierende wie widersprüchliche Bildstrategie. Sie schaffen aus der Zerstörung von Papieren neue, materialbetonte Kunstwerke. Der Vortrag verfolgt von den Kubisten bis zu den Affichisten und ihren Nachfolgern diese schöpferische Kraft der Kunst des Zerreißens und Entschichtens.

Silke Schuck ist seit 2015 Leiterin und Kuratorin der Galerie Stihl Waiblingen, einer städtischen Kunsthalle, die jährlich drei Wechselausstellungen mit Arbeiten aus und auf Papier zeigt. Ausstellungen u.a. „Goya. Groteske und Karneval“, „Collage! Décollage!!“, „Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely“, „Lyonel Feininger. Zwischen den Welten“, „Die Linie ist Gedanke – Faszination Zeichnung“, „Christoph Niemann. Modern Times".

In der Pause besteht Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung "Reinhold Koehler - Décollage"

Di 05. Juni 2018, 19:30 Uhr
Vortrag mit Bildbeispielen

Verwandlungszauber – Gedanken zum Motiv der Metamorphose in Literatur und Kunst

Referent: Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker, Bonn


Das aus dem Griechischen stammende Wort Metamorphose bedeutet Umgestaltung oder Verwandlung. Die Umwandlung von Materialien, Dingen und Menschen in andere Gestalten und Erscheinungsformen betrifft unmittelbar die Kernkompetenz der Künste, insbesondere von Malerei und Skulptur. Es kann nicht verwundern, dass die von dem römischen Autor Ovidius Publius Naso im ersten Jahrzehnt nach Christus verfassten mythologischen Verwandlungsgeschichten seiner in Hexametern geschriebenen „Metamorphosen“ immer wieder Stoff für die bildende Kunst seit der Renaissance geliefert haben. An ausgewählten Beispielen aus Literatur und Kunst von der Antike bis zur Gegenwart soll das Konzept der Metamorphose und seine Bedeutung für die Kunst vorgestellt und diskutiert werden.

In der Pause besteht Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung "Kocheisen+Hullmann: Zwischenblüte ambitionierter Metamorphosen"


Die Gespräche im Roten Salon werden gefördert durch:

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