Gespräche im roten Salon

Gespräche im Roten Salon

Schon seit über 10 Jahren finden unter Leitung von Georg Dittrich in der Villa Zanders die "Gespräche im Roten Salon" statt, in denen die in den Ausstellungen angesprochenen Themenbereiche vertieft und diskutiert werden. Nach einer Pause, in der auch die aktuelle Ausstellung besichtigt werden kann, besteht in einem Gesprächskreis Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Beginn jeweils 19:30 Uhr


Eintritt 4 € / 2 € für SchülerInnen, Studierende, Auszubildende




Die nächsten Termine


Di 14.05.2019, 19:30 Uhr

UNTERNEHMER - DIPLOMAT - HUMANIST
Rubens im Spiegel seiner Druckgraphik

Referent: Prof. Dr. Ulrich Heinen, Berg. Universität Wuppertal


Wie kein anderer Künstler spielte Peter Paul Rubens auf der politischen Bühne Europas mit und vermittelte etwa einen Friedensvertrag zwischen den Großmächten England und Spanien. Basis seines Erfolgs war seine Kunst und eine gut eingespielte Werkstatt. Seine umfassende Bildung reichte von der antiken Literatur bis zu aktuellen Fragen der sich globalisierenden Welt. Schon früh verband sie ihn mit einem weiten Netzwerk von Freunden und Korrespondenten. Der Vortrag widmet sich den Kupferstichen, in denen Rubens die Verbindung zwischen diesen Sphären pflegte weiterentwickelte.

Di 16.Juli 2019, 19:30 Uhr

Was fangen wir mit einem Bild an, dessen Wesen die Farbe ist? Nachdenken über Radikale Malerei

Referent: Dr. Reinhard Ermen, Kunstkritiker                                                                                                                                                                              

RADICAL PAINTING war der Versuch, Malerei nochmals ganz neu zu denken, wenn man so will als Alleinherrschaft der Farbe, möglicherweise auch als Reaktion auf den schnellen Durchmarsch der „Jungen Wilden“. Zwei Ausstellungen im Jahr 1984, nämlich in Williamstown (USA) und Oberhausen (BRD) markieren das Zentrum eines entsprechenden puristischen Diskurses.

Angestoßen wurde die Idee bereits in den 70er Jahren durch die Malerin Marcia Hafif, nach 1984 übernahmen Joseph Marioni und Günter Umberg die Formatierung als Begriff, der sich zu einer veritablen Theorie zu entwickeln begann. Der Vortrag versucht zu klären, inwieweit sich diese schöne Utopie einer Reinen Malerei realisiert hat, wo sie herkommt und wie damit umzugehen ist. Denn es geht  weniger um eine Richtung oder eine Gruppe, sondern ganz allgemein um ein  neu zu definierendes, bzw. zu findendes Verhältnis von Malerei und Farbe.


Di 22.Oktober 2019, 19:30 Uhr                 

Wie frei ist die Kunst – oder droht ein neuer Kulturkampf?

Referent: Prof. Dr. iur. Dr. phil. h.c. Peter M. Lynen, Mitglied der NRW Akademie der Wissenschaft und Kunst in Düsseldorf, Rechtsanwalt in Köln

Gemälde werden abgehängt, Skulpturen vernichtet, Filmhelden ausradiert: Ein Kulturkampf durchzieht die Museen, Kinos und Theater. Sogar ein Gedicht an einer Fassade wurde übermalt. Droht das Ende der Kunstfreiheit, wie manche sagen? Eine Zensur von unten? Oder ist es höchste Zeit, wie andere meinen, dass die Kulturwelt mehr Gleichheit einklagt?
Der Vortrag zeigt, was sich hinter der Debatte um Moral und Ästhetik verbirgt. Warum wirken Bilder so bedrohlich? Gefährdet politische Korrektheit die Autonomie des Künstlers? Und wieso streiten wir gerade heute über diese Fragen? Der Vortrag spürt der seit langem wichtigsten Kunstdebatte nach, die viel verrät über die Krise des Liberalismus und die neuen Tabus einer sich wandelnden Gesellschaft.


Die Gespräche im Roten Salon werden gefördert durch:


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