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Die Kulturstiftung des Bundes und die Staatlichen Museen zu Berlin haben 2016 gemeinsam lab.Bode - Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen gestartet. Mit einem Vermittlungslabor im Bode-Museum und einem bundesweiten Volontärsprogramm an 23 weiteren Museen soll bis 2020 gezeigt werden, was Vermittlungsarbeit an Museen auszeichnet und was sie bewirken kann. Die beiden Institutionen möchten mit der Durchführung des Programms ein deutliches Zeichen für die gesellschaftliche Relevanz der kulturellen Bildung setzen. Im Rahmen der Initiative soll bundesweit möglichst vielen (jungen) Menschen ein Zugang zum Museum eröffnet und gleichzeitig ein Veränderungsprozess in den Museen angestoßen werden, der der Vermittlungsarbeit im Haus und somit der Aufgabe, ein diverses Publikum anzusprechen, einen hohen Stellenwert einräumt.


Das Team von lab.Bode arbeitet mit den Mitarbeiter*innen des Bode-Museums, des Referats Bildung, Vermittlung, Besucherdienste der Staatlichen Museen zu Berlin sowie mit Expert*innen aus der Wissenschaft und anderen Museen gemeinsam an der Umsetzung des Programms. Wichtige Partner sind darüber hinaus die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, der Deutsche Museumsbund sowie die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Der fachliche Austausch über aktuelle Ansätze, Theorien und Perspektiven der Vermittlungsarbeit an Museen ist für das Programm von zentraler Bedeutung. Museumsmitarbeiter*innen, Vermittler*innen sowie Schulvertreter*innen,, Künstler*innen, Besucher*innen sowie Studierende werden hierfür zu öffentlichen Veranstaltungen und Weiterbildungen ins Vermittlungslabor eingeladen.


Die Aktivitäten des Volontärsprogramms und des Vermittlungslabors sind eng miteinander verknüpft. Alle Volontär*innen der 23 teilnehmenden Museen nehmen an einem umfassenden Fortbildungsprogramm mit insgesamt sieben verschiedenen Modulen teil, das in Kooperation mit der Bundesakademie fu?r Kulturelle Bildung in Wolfenbu?ttel entwickelt wurde. Die Volontär*innen arbeiten an ihren jeweiligen Museen, begleiten zeitweise einzelne Schulprojekte im Bode-Museum und entwickeln eigene Formate in ihrem Haus. In Kooperation mit den Projektteams im Bode-Museum wird die Arbeit in interdisziplinären Teams erprobt und im kollegialen Austausch bei den regelmäßigen Treffen in den Vermittlungsräumen des Bode-Museums reflektiert.


Anna Arnold, die das lab.Bode-Volontariat seit Oktober 2018 absolviert, hat sich, motiviert durch das Spannungsverhältnis zwischen Kunst, Kultur und Sozialem, für einen diversen Bildungsweg entschieden: Nach einem Studium der Kunstgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, folgte ein Zweitstudium im Fach Soziale Arbeit an der Technischen Hochschule Köln. Um beide Abschlüsse miteinander zu verbinden und die Synergien beider Fächer inhaltlich zu vertiefen, absolvierte sie anschließend den Master „Kultur, Ästhetik, Medien“ an der Hochschule Düsseldorf. Vermittlungsarbeit mit einem (sozial-)pädagogischen Hintergrund sieht Anna Arnold als große Chance für die Bildungs- und Vernetzungsarbeit von gemeinnützigen und kulturellen Institutionen. Das Museum als sozialen Ort betrachtend, möchte sie sich in ihrem Volontariat für den kulturellen Austausch mit weiteren Trägern engagieren und neben schulischen Kooperationen das Vermittlungsangebot auch an andere Zielgruppen anpassen. Interdisziplinarität sowie kulturelle Vielfalt sollen dabei programmatisch fokussiert und in den Vermittlungsangeboten wiedergegeben werden.