Ausstellungsvorschau

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James Ensor, Der Pisser (Le Pisseur), 1887, Radierung, 14,5 x 10,5 cm, Sammlung Quinensor, Ostende.

James Ensors fantastische Welten
Druckgraphik aus der Sammlung Quinensor
31.5.–15.11.2026

Eröffnung: Sonntag, 31.5.2026, 11.30 Uhr

James Ensor, einer der prägenden Wegbereiter der Moderne, entwickelte ab Mitte der 1880er Jahre eine facettenreiche Radierkunst, die bis heute fasziniert. Mit über 100 Radierungen, darunter zahlreiche handkolorierte Exemplare, spiegelt die Ausstellung die expressive Bildsprache und stilistische Vielfalt des Künstlers wider. Seine oft ironisch gebrochene Bildwelt, bevölkert von Masken, Grotesken und gesellschaftlichen Anspielungen, entzieht sich gängigen Stilzuordnungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Thematisch gegliedert lädt die Ausstellung dazu ein, Ensors künstlerischen Kosmos in seiner ganzen Vielfalt zu entdecken. Der Fokus liegt auf seinem druckgraphischen Schaffen, das sich in zwei Hauptphasen zwischen 1886–1889 und 1895–1899 entfaltete. Besondere Aufmerksamkeit wird der Praxis des Kolorierens gewidmet, die den Bildsinn seiner Werke intensivierte. Ein weiterer Akzent liegt auf Ensors politischem Engagement, das bisher wenig beleuchtet wurde.

Die Präsentation basiert auf einer umfangreichen Privatsammlung, die in den letzten 25 Jahren in Ensors Heimatstadt Ostende zusammengetragen wurde. Sie bietet dem Publikum die seltene Gelegenheit, einen tiefen Einblick in das druckgraphische Œuvre Ensors zu gewinnen und seine künstlerische Entwicklung nachzuvollziehen.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Ina Dinter.

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Peter Gilles, Ohne Titel (Echse) (2004), Blut und Kohlestift, 220 x 160 cm

Am Rande des Vulkans
Blut als Material in der Kunst bei Peter Gilles, Joseph Beuys, Felix Droese, Hermann Nitsch u.a.
Kabinettausstellung
11.7.–31.10.2026

Eröffnung: Freitag, 10.7.2026, 18.00 Uhr

Seit den frühen 1960er Jahren wird Blut als Material bei Performances, Bildern und Objekten verwendet. Was ursprünglich schockierte und die Justiz auf den Plan rief, strahlt auch heute noch eine besondere Kraft aus.
In der Kabinettausstellung stehen die Werke des Kölner Künstlers Peter Gilles (1953–2017) im Zentrum. Seine Körperdrucke mit Eigenblut sind – ebenso wie seine Zeichnungen – spannungsvolle Fragmente zur Befragung und Klärung von Identität. Arbeiten von Joseph Beuys, Felix Droese, Hermann Nitsch u.a. zeigen weitere Möglichkeiten im Umgang mit Blut als Material in der Kunst.
Im Rahmen der Ausstellung wird eine umfangreiche Monografie zum Werk von Peter Gilles der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Ausstellung wird kuratiert von Prof. Dr. Hartmut Kraft.

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Erwin Heerich: Ohne Titel (braun), 1970. Karton, gestanzt. Ed. 76/150. 12 x 12 x 12 cm. Foto: Michael Wittassek © VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Paper Minds
Konzeptuelle und konkrete Kunst aus Papier
18.9.2026–14.3.2027

Eröffnung: Donnerstag, 17.9.2026, 19.30 Uhr

Die Ausstellung Paper Minds widmet sich den vielfältigen Ausdrucksformen konkreter und konzeptueller Kunst im Medium Papier. Beide Strömungen teilen das Streben nach Klarheit, Ordnung und Idee – während die konkrete Kunst aus dem Sichtbaren heraus strukturiert, farbig oder geometrisch formt, setzt die konzeptuelle Kunst auf den Gedanken selbst als zentrales Werkprinzip. Papier fungiert dabei als sensibler Träger und zugleich als aktiv gestaltetes Material: es wird gefaltet, geschichtet, beschrieben oder perforiert – ein Medium zwischen Fläche und Raum, zwischen Bild und Dokument. Paper Minds beleuchtet, wie Papier zur Denkfläche wird, auf der Form und Konzept, Material und Idee einander begegnen.

Lichtgestalten – FOR M
29.11.2026–17.1.2027
Kabinettausstellung

Eröffnung: Sonntag, 29.11.2026, 11.30 Uhr

Das inklusive Ensemble Lichtgestalten feiert sein 10-jähriges Bestehen mit dem außergewöhnlichen Kunstprojekt FOR M. In Zusammenarbeit mit der Fotografin Heide Prange entsteht eine berührende Ausstellung, die Tanz, Emotion und Inklusion miteinander verbindet.
FOR M reagiert künstlerisch auf aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen und setzt ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion, Gemeinschaft und kulturelle Teilhabe. Die Fotografien – entstanden auf dem historischen Zanders-Gelände – zeigen poetische, kraftvolle und vielfältige Momente des Ensembles und lassen die besondere Verbindung von Mensch, Raum und Bewegung erlebbar werden.
Ein Projekt, das bewegt, verbindet und Formen sichtbar macht.

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