Ausstellungsvorschau

Bitte beachten Sie, dass wegen der Covid-19-Pandemie laufend mit Änderungen zu rechnen ist. Die Vorschau gibt den aktuellen Stand der Dinge wieder.

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Katharina Hinsberg, Schraffen, 2019, Farbstift auf Papier, ausgeschnitten, 21,3 x 14,8 cm, © VG BILD-KUNST, Bonn, 2021

Katharina Hinsberg - Linien im Raum

Katharina Hinsberg – Linien im Raum

20.02. – 07.08.2022 (1. OG)

Eröffnung So, 20.02.2022, 11:30 Uhr

Linie und Raum bestimmen das zeichnerische Werk der Künstlerin Katharina Hinsberg (*1967), die auf vielschichtige Weise den Begriff der Zeichnung erweitert und hinterfragt.

Ausgehend von der Handzeichnung erfolgt eine weitere Bearbeitung, etwa indem Hinsberg diese als Negativ- oder Positivform mittels Messer aus dem Papiergrund entfernt oder als Loch per Bohrung in einen Bildträger überführt. So schafft sie Scherenschnitte und plastische Gebilde bis hin zu beeindruckenden Rauminstallationen aus Papier und anderen Materialien. Immer ist die Linie im Raum auf neuerliche Weise erlebbar und physisch präsent.

Im Kunstmuseum Villa Zanders wird Katharina Hinsberg mehrere größere Werkbereiche exemplarisch vorstellen, darunter die Werkgruppen Ajouré, Perceiden und Diaspern. Es werden aber auch eigens für die Räume des Museums konzipierte Installationen geschaffen: Eine Linie kann sich auch entlang einzelner, von der Decke herabhängender Kugeln scheinbar in freiem Flug durch die Räume winden. Oder es stellen sich naturnahe Bezüge her, wenn in schmale Streifen geschnittenes farbiges Papier sich regelrecht in den Raum ergießt. Aspekte der Körperlichkeit und der Bewegung im Raum werden in der Wahrnehmung dieser Arbeiten auf überraschende Weise neu erlebbar.

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Inge Schmidt, T-Kopf, 2017, Mixed Media, Höhe 22 cm, © VG BILD-KUNST, Bonn, 2021

Inge Schmidt – an der Wand und vor und neben

27.03. – 25.07.2022 (2. OG)

Eröffnung So 27.03.2022, 11:30 Uhr

Was doch alles in den unscheinbarsten Dingen steckt! Ein bezauberndes Nichts, ein vertrocknetes Blatt, ein Stück Kordel, etwas Karton - Inge Schmidt, die Bildhauerin und Zeichnerin, entdeckt in der kleinsten Kleinigkeit ein Potential, das einzigartig ist, durch nichts anderes zu ersetzen. Es kommt zum Tragen in dem Moment, in dem Beziehungen hergestellt werden. Bis es soweit ist, bis der Funke der Belebung aus dem toten Material schlägt, braucht es Geduld und Einsicht in die Besonderheit des Fragilen. Im vorsichtigen Hantieren, Zerlegen und Zusammensetzen nehmen die Artefakte allmählich Gestalt an. Und zwar eine zwingend durchformte, wenn auch nicht erzwungene, die trotz aller Unbestimmtheit Verhältnisse auf den Punkt bringt. Die Wahl des Materials und Handwerkszeugs folgt augenscheinlich gewissen Vorlieben, aber es gibt kein vorformuliertes Ziel. Im aufmerksamen Umgang mit dem, was da ist, erinnert die Künstlerin an ein Medium, das selbst nicht weiß, wohin die Reise geht. Daher ist dieses Werk so offen und vielgestaltig. Manchmal sind auch mehrere Lösungen möglich. Das Arbeiten in Folgen, wie es vor allem bei den Künstlerbüchern, den Leporellos und Mappen praktiziert wird, liegt nahe. So können sich die Möglichkeiten in der Variation entfalten, und die Folgerichtigkeit wird in der Weiterentwicklung nachvollziehbar. Ein Gedanke kann sich über viele Seiten weiterspinnen, als ließen sich Raum und Zeit endlos ausdehnen. Die eindimensionale Linie fächert sich auf, schlägt spielerisch alle möglichen Windungen und Schnörkel, traut sich Sprünge und Brüche zu nach eigenem Gesetz. Ob figurative Elemente zur metaphorischen Zuspitzung beitragen oder die Bildsprache ganz im Gegenstandslosen bleibt - immer geht es darum, sich im Raum zu positionieren und zu behaupten. Hinter der anrührenden Ausdruckskraft der Skulpturen, Zeichnungen und Bücher Inge Schmidts steckt mehr als eine mit Witz und ironischer Distanz begabte Formsuche. Es ist der mal fröhliche, mal verzweifelte Mut zur Selbstbehauptung im vollen Bewusstsein der eigenen Verletzlichkeit.

Sabine Elsa Müller

(aus dem Katalog: sehr höfliche Geister // Inge Schmidt - Künstlerbücher
Philipps Universität Marburg - Universitätsbibliothek und Marburger Kunstverein, 2014)

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Aktuelle Info Museumsbesuch

Gemäß der Coronaschutzverordnung ist ab dem 24.11.2021 für alle Besucherinnen und Besucher ab 18 Jahren die 2G-Regelung bindend (geimpft oder/und genesen).
Sie gilt nicht für Kinder und Jugendliche bis Vollendung des 15. Lebensjahres, die auf Grund ihres Alters als Schülerinnen und Schüler gelten und (außerhalb der Ferien) weder einen Testnachweis noch eine Schulbescheinigung benötigen. Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres benötigen einen Testnachweis oder eine Schulbescheinigung.

Zu Ihrem und unserem Schutz sind weiterhin das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung und die Einhaltung des Mindestabstandes erforderlich. Ausgenommen sind Kinder bis zum Schuleintritt.

Des weiteren bitten wir um Hinterlegung der Kontaktdaten.

Für alle Führungen, Vorträge, Ausstellungseröffnungen sowie für die Workshops (z. B. Sonntags-Atelier, Kunstlabor etc.) wird um Anmeldung unter 02202-14 2304 oder info@villa-zanders.de gebeten.

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