Horst Janssen

November 2002 – Juni 2003

Im nahe gelegenen Köln wurde diese Ausstellung für eine Rechtsanwaltskanzlei arrangiert als Anlass, Mitarbeitende und Gäste zum Umtrunk mit Imbiss einzuladen. Einführende Worte zur Ausstellung informierten die Geladenen zur Ausstellungsidee.

Horst Janssen (1929-1995) zählt zu den Künstlern, die Traditionsstränge in ihrer Kunst aufnehmen und virtuos fortführen. Er ist einer der schillerndsten Persönlichkeiten der Kunstszene gewesen, besessen und getrieben von seiner zeichnenden Hand. So gilt er zweifelsfrei zu den größten Zeichnern und Grafikern unserer Zeit, der auch mit einer Ausstellung von der Albertina in Wien geehrt wurde. Oldenburg widmet ihm ein eigenes Museum.

Blickfang der Ausstellung ist die Grafikfolge „Über die Trauer und Hoffnung", ein eindrucksvolles künstlerisches Dokument persönlicher Auseinandersetzung mit seiner Frau Verena. Die Bilderbögen sind ein eklatantes Zeugnis seiner Leidenschaften - im Künstlerischen wie Menschlichen -, Leidenschaften, die im wahrsten Sinne des Wortes Leiden schafften, hier im Besonderen bei seiner damaligen Frau Verena, obwohl es Janssen versteht, die Betrachtenden von seinem Leiden zu überzeugen.

Weitere Druckgrafiken ergänzen, besonders aus dem Umfeld der Auseinandersetzung mit Callot, den Einblick in Janssens Themenkreise.

Anmerkung:

Jacques Callot (Nancy 1592/93 - das. 1635), franz. Graphiker; einer der bedeutendsten Zeichner, Radierer und Kupferstecher. Am Hofe Cosimos II. von Medici in Florenz zeichnete er, unter dem Einfluss des Manierismus, vor allem Markt- und Festszenen, aber auch Höflinge, Bettler und Bucklige.
Hier setzt Horst Janssen an.

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