Grüner Salon
© Grüner Salon, Foto: Michael Wittassek

Salongespräche

Die Salongespräche bieten eine Möglichkeit, sich mit den in den Ausstellungen angesprochenen Themenbereichen und darüber hinaus auf theoretischer Ebene auszutauschen.

Geleitet werden die Salongespräche von Susanne Bonenkamp M.A., ehemalige Kulturreferentin des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Verschiedene Gäste aus der Kunst-, Kultur- oder Literaturszene, die zu den Gesprächen eingeladen werden, ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit kunst- und kulturhistorischen Themenstellungen, eröffnen Sichtweisen und laden zu einem lockeren Gedankenaustausch nach Besichtigung der aktuellen Ausstellung ein.

Di 07.03.2023 / 19:30 Uhr

Frauen in der Kultur

In den 1990er Jahren erkannte man die Notwendigkeit, eine Institution speziell zur Förderung, Koordination und Kommunikation kultureller Leistungen von Frauen zu gründen. Warum war dieser Schritt notwendig, und warum ist derartige Lobbyarbeit bis heute virulent?

Ausgehend von der Tatsache, dass Frauen in Kunst und Kultur nicht nur unterrepräsentiert sind, sondern traditionell systematisch und strukturell über Jahrhunderte lang ausgegrenzt wurden, findet die Annäherung an eine geschlechtergerechte Gesellschaft bis heute nur schrittweise statt. Die Erfahrungen aus dem pandemiebedingten Lockdown machen deutlich, dass dieses Schritttempo selbst in der jetzigen Zeit auch wieder rückwärtsgewandt sein kann. So wurde vor allem die Carearbeit rund um die Betreuung von Kindern und Kranken quasi "automatisch" von Frauen verrichtet.

Doch in einer deutlich komplexer werdenden sozialen Realität stellen sich neue Fragen nach Chancen, Teilhabe und Repräsentation - in allen Dimensionen einer diversen Gesellschaft. Notwendig ist eine Transformation auch der Kultureinrichtungen, der Museen, Theater und Orchester, die diesem Wandel Rechnung trägt. Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft ist die Erreichung geschlechtergerechter Lebens- und Arbeitsbedingungen essentielle Bedingung für alle weiteren Maßnahmen.

Referentin: Ursula Theißen, Geschäftsführerin des Frauenkulturbüro NRW, Krefeld

Di 18.04.2023 / 19:30 Uhr

Carola Willbrand in Film und Wort

Mit filmischen Szenen eröffnet die Referentin ein weiteres Feld, um die überbordende Vielfalt im Werk Carola Willbrands offenzulegen und der Künstlerin als Mensch näher zu kommen.

Carola Willbrand bildet Carola Willbrand bildet Carola Willbrand ab. Es ist der Versuch einer Annäherung an die außergewöhnliche und inspirierende Persönlichkeit einer Frau, die die Welten der Kunst und Gesellschaft inhaltsstark herausfordert. In Fragmenten von persönlichen Begegnungen wird ein "intimes" Resonanzfeld gepannt, das Türen zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch öffnet. Feingeistsinnlich verschränkt! Ein Werden im Zulassen!

Referentin: Mag. Barbara Eisner-B., freie Kuratorin, Stiftsmuseum Admont, Österreich

Di 20.06.2023 / 19:30 Uhr

Provenienzforschung im Jahr 2023: Warum es sich lohnt, sich mit der Vergangenheit (von Kunstwerken) zu beschäftigen

Ein Kunstwerk wird kurz vor der Auktion aus einer Versteigerung genommen - ein Museum wird aufgefordert, ein Gemälde zurückzugeben - eine Privatperson möchte ein Kunstwerk vererben, welches in der Familie mit einer schwierigen Erinnerung verknüpft ist.

Was die Vorkommnisse eint, ist der Umstand, dass die Herkunft der Kunstwerke unmittelbare und mittelbare Auswirkungen auf die Gegenwart haben. Der Vortrag lädt Sie ein, sich Vergangenes der 1930er und 1940er Jahre zu vergegenwärtigen und zugleich die Chancen und Perspektiven daraus zu erkennen.

Die Koordinationsstelle für Provenienzforschung in NRW widmet sich Geschichten wie diesen. Sie ist zentrale Ansprechpartnerin und praktischer Knotenpunkt rund um das Thema der Herkunftsforschung.

Referentin: Jasmin Hartmann M.A., Leiterin der Koordinationsstelle für Provenienzforschung in NRW, Bonn

Di 29.08.2023 / 19:30 Uhr

Strukturen der Befreiung - Perforationen und Löcher in der modernen und zeitgenössischen Kunst

Das Loch wird in der modernen Kunst als ein symbolträchtiges Zeichen eingesetzt: Bereits Max Ernst verwendete es in seinen surrealistischen Bildern als Element seiner gemalten Seelenlandschaften, und Lucio Fontana durchstach 1949 offiziell als erster Künstler die Leinwand und erkor die dabei entstehenden Strukturen als eigenständige Elemente einer neuen „befreiten“ Kunst. Bei der Skulptur der Nachkriegszeit von Henry Moore oder Barbara Hepworth wurde das raumformende Volumen durch Lochungen und Hohlräume strukturiert, und schließlich zeigt auch die zeitgenössische Kunst mit den Strickarbeiten einer Rosemarie Trockel oder den Arbeiten von Mechthild Frisch die nach wie vor aktuelle künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Strukturen.

Im Vortrag wird eine kurze kunsthistorische Einführung über die Formgebung und Symbolhaftigkeit von Löchern und Perforationen in der modernen und zeitgenössischen Kunst vorgestellt, um danach in der Diskussion auf die vielfältigen Assoziationen und Zuschreibungen, die jede/r mit künstlerischen Löchern verbindet, eingehen zu können.

Referentin: Prof. Dr. Stefanie Lieb, Studienleiterin Kunst und Kultur, Katholische Akademie Schwerte

Di 24.10.2023 / 19:30 Uhr

Ars Photonica - 100 Jahre Kunstgeschichte des Lichts

Mit Künstlerinnen und Künstlern am Bauhaus, am New Bauhaus und am MIT/CAVS bis zu den Künstlerinnen- und Künstler-Netzwerken wie "Light and Space", ZERO in Europa, GRAV in Frankreich und Lateinamerika, Gruppo T in Italien veränderte sich das Spektrum an künstlerischen Ansätzen, die die Wechselwirkungen des Lichts mit Material, Raum und Zeit thematisierten. In den 1950er/60er Jahren gab es dazu erste Ausstellungsprojekte anlässlich der documenta 3 in Kassel. In den 1970er/80er entstanden Plattformen wie „Ars Electronica“ in Linz oder das "ZKM – Zentrum für Kunst und Medien“ in Karlsruhe, die Licht als Medium digitaler Darstellung zeigten.

Der Vortrag spannt den Bogen von den 1920er Jahren und László Moholy Nagys Forderung, den Fokus „Vom Pigment zum Licht“ zu richten, bis zu den aktuellen künstlerischen Positionen des 21. Jahrhunderts, die Licht als leuchtendes Material, als Darstellungsmedium digitaler Daten und als Medium der Wahrnehmung einsetzen.
Referentin: Bettina Pelz, Kuratorin, Bremen

Di 28.11.2023 / 19:30 Uhr

Das ZADIK - oder: Was wir aus den Archivbeständen über die Kontexte zur Kunst erfahren können

(Kunst-)Archive haben historisch den Ruf, verstaubt zu sein, und dementsprechend sei die Arbeit in ihnen trocken. Doch liefern sie die „Kontexte zur Kunst“ und damit Hinweise zu Fragen wie: Warum ist eine Künstlerin oder ein Künstler heute bekannt und andere nicht? Warum wurden bestimmte Kunstwerke realisiert und andere kamen über den Punkt der Konzeption nicht hinaus? Wie funktionieren die Netzwerke im Kunstsystem? Welche Akteure sind daran beteiligt?

Das ZADIK | Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung widmet sich als wissenschaftliches Institut der Universität zu Köln der Archivierung, Aufbereitung, kritisch-reflektierenden Erforschung und Vermittlung der Historie, Strukturen, Kontexte und Entwicklungen internationaler Kunstsysteme. Ausgewählte Bestände und das aktuelle Ausstellungsprojekt des ZADIK bieten hierzu Einblicke.

Referentin: Apl. Prof. Dr. Nadine Oberste-Hetbleck
Direktorin │ Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung ZADIK, Köln

Jeweils dienstags, 19:30 Uhr. Vor den Vorträgen und in der Pause ist die entsprechende Ausstellung zur Besichtigung zugänglich, der Eintritt ist in der Gebühr enthalten.

Kostenbeitrag 6,00 € / 3,00 € für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende

Lesen Sie dazu einen Beitrag des Bürgerportals Bergisch Gladbach von Holger Crump.

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So finden Sie das Kunstmuseum Villa Zanders

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